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Die Presse über unsere Konzerte 2009

Erlöserkirche Potsdam, 6.9., Abschlusskonzert, Victor Aviat, Polnische Kammerphilharmonie Sopot, Wojciech Rajski
"(...) Victor Aviat, der für Clara Dent einsprang, [war] mehr als nur Ersatz. Der 28-Jährige machte Richard Strauss’ Konzert für Oboe und kleines Orchester in D-Dur zu einem herrlich frechen und eloquent heiteren Streitgespräch zwischen dem Orchester und seiner Oboe.
Victor Aviat nahm den scheinbar nicht enden wollenden Parforceritt durch dieses Hochvirtuosengebirge mit Leichtigkeit und wunderbar modulationsfähigen Ton. Die polnische Kammerphilharmonie Sopot unter Wojciech Rajski gab ihm einen genügsamen Gegenpart. Schnörkellos und detailgenau, gelegentlich mit sattem Schmelz und strengem Pathos. Ein zurückhaltender Antreiber, als wolle er die Oboe um maßvolle Konversation bitten. Doch dazu ließ Aviat sich nur selten zwingen. Und so gehörten die Höhepunkte in diesem Konzert seinen immer wieder wilden Ausflügen, mal ironisch vor sich hin plappernd, dann wieder keck das ganze Orchester herausfordernd.
Doch von solchen Spielchen ließen sich die polnischen Musiker wenig beeindrucken. Wie in der einführenden Ouvertüre 'Ruy Blas' von Felix Mendelssohn-Bartholdy und der abschließenden Sinfonie Nr. 5 in c-Moll von Ludwig van Beethoven gab sich das Orchester äußerlich streng, fast schon reserviert. Die Emotion gehörte allein der Musik. Und hier sorgte das Orchester für wahren Genuss. Straff und klar, kraftvoll und akzentuiert, mal herrlich leisetretend, dann wild aufbrausend Mendelssohns Ouvertüre, bei der es keine Zeit zu vergeuden galt.
Und Beethovens bekannte Fünfte? Auch die in der Spielart dieser Musiker ein Genuss. Herrlichste Kraftmeierei, die Wojciech Rajski gut am Zaume hielt und gelegentlich toben ließ. Da baute sich Großes, Mächtiges und Erhabenes auf. Und so ließ man sich überrollen von dieser musikalischen Wucht, ließ sich Beethoven um die Ohren hauen, bis fast die Freudentränen kamen. Das Publikum in der gut gefüllten Erlöserkirche dankte mit viel Applaus."
Potsdamer Neueste Nachrichten, Dirk Becker, 08.09.09

Erlöserkirche Potsdam, 6.9., Abschlusskonzert, Victor Aviat, Polnische Kammerphilharmonie Sopot, Wojciech Rajski
"Dass die Erlöserkirche ausverkauft war, war bei den vielen parallelen Veranstaltungen kaum fassbar. Insgesamt konnten die 'Brandenburgische Sommerkonzerte' auf 20 000 Gäste in dieser Saison zu Recht Stolz sein, und der Veranstalter resümierte auch gleich eingangs die gelungene Saison. Unter den Gästen befanden sich auch der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber und Kulturministerin Johanna Wanka.
Bei der musikalischen Gestaltung des Abends lag die Verantwortung bei der 'Polnischen Kammerphilharmonie Sopot' unter Leitung von Wojciech Rajski, und sie spielten bis auf die etwas strapazierte 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven tatsächlich echte Raritäten aus dem Konzertalltag. Die Konzertouvertüre 'Ruy Blas' nach einem Drama von Victor Hugo des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy wurde musikalisch einwandfrei mit vollem Orchesterklang dargestellt.
Im zweiten Programmpunkt blieb aus der Vielzahl der Musiker nur eine kammerkonzertante Besetzung im Altarraum der Kirche sitzen, denn Richard Strauss hatte für sein spätes Oboenkonzert nur ein 'Kleines Orchester' vorgeschrieben. Der 1982 in Montpellier geborene, international gefeierte Oboist Victor Aviat war hier für die ursprünglich eingeplante, aber kurz vor der Entbindung stehende Clara Dent eingesprungen. Ein Werk voller Sinnlichkeit komponierte 1945 der 81-jährige Richard Strauss. Entfernt von klanglichen Expressionen und schroffen Akkorden entdeckt der Hörer hier ein heiteres Alterswerk, das im zweiten Satz Züge mozartscher Melodieerfindung birgt. Einfühlsam vom Solisten und Orchester gestaltet, mit schönen Wechseln zwischen Solo und Tutti war das eine in der Tat nur selten gehörte Köstlichkeit.
Der Beethoven nach der Pause zeigte wenig neue Erkenntnisse. Diese so genannte 'Schicksalssinfonie' war schon inspirierter, unter Beachtung einer kritischeren Lesart der Partitur und durchweg schwunghafter in Potsdam zu hören. Alles in allem aber ein gelungenes Finale der Sommerkonzerte.
Märkische Allgemeine Zeitung, Matthias Müller, 08.09.09

Nikolaikirche Luckau, 30.8., Alte Welt trifft Neue Welt, Pianoduo Genova & Dimitrov
"In einer hallenden Kirchenakustik ist Klavierspiel immer problematisch, bei einem Klavierduo verschärft sich das Problem noch, so dass die feinsinnigeren Ravel-Klänge doch weitgehend im Morgennebel verblieben, während die Ekstatik des Tanzes donnernd verstärkt wurde.
Die auf das Ravel-Stück folgende Liszt-Paraphrase über Mozarts 'Don Giovanni' profitierte von der Bekanntheit des thematischen Materials und machte dank der brillant zusammenspielenden Pianisten, dank ihrer virtuosen Sicherheit und vieler schön herausmusizierter Pointen bis zu einem gewissen Grade Spaß, aber die Luftfeuchtigkeit am Sonnabendnachmittag setzte der Stimmung der beiden Flügel doch immer deutlicher hörbar zu.
Nachdem der Klavierstimmer in der Pause in Windeseile sein Werk getan hatte, überraschten Leonard Bernsteins 'Sinfonische Tänze' aus der 'West Side Story' in mehrfacher Hinsicht. Die Klaviere klangen deutlich brillanter und die Tanzsuite erwies sich als ein intelligent durchkomponiertes, in sich geschlossenes Werk der musikalischen Moderne mit hohem intellektuellen Anspruch. Nichts da mit einem kleinen flotten Medley, das Stück befriedigte durchaus die Ansprüche eines in der langen Konzert-Tradition der Alten Welt geübten Kammermusikpublikums. Genova & Dimitrov legten es auch durchaus darauf an, Bernsteins verzwickte, gar nicht so volkstümliche Seite zu zeigen. Kaum je kamen bei harten Staccati und der fern der bekannten Melodien verlaufenden Entwicklungen Assoziationen an das zwar tragische, aber doch schmissige Musical auf. Kleine vorüberwehende Erinnerungen an 'Somewhere' und ein leise verklingender Schluss blieben noch am ehesten bei der New Yorker Romeo-und-Julia-Geschichte.
Ganz ähnlich, wenn auch nicht so widerständig das Schlussstück, eine 'Porgy & Bess Fantasy'. Man durfte Vergleiche zu Bernstein anstellen und: Schon die vier Cellisten des Rastrelli-Quartetts erfreuten mit Gershwins Dauerbrenner in diesem Sommer im südlichen Brandenburg. Genova & Dimitrov waren ein wenig genauer und abgefeimter im Umgang mit diesem Material, das von Percy Grainger zum Konzertstück umgearbeitet und für zwei Klaviere gesetzt wurde. Es verfehlte nicht seine Wirkung; die Künstler bedankten sich für herzlichen Beifall mit zwei Zugaben."
Lausitzer Rundschau, Irene Constantin, 02.09.09

Nikolaikirche Bad Freienwalde, 15.8., Mendelssohn und die englische Romantik,
Bálint Karosi, Ensemberlino Vocale, Ralf Sochaczewsky, Matthias Stoffels
"Sie waren angetreten, um Felix Mendelssohn Bartholdy und seinen englischen Zeitgenossen nachzuspüren und ihren Zuhörern fast unbekannte Meisterwerke der Romantik nahezubringen. Das ist dem Berliner Kammerchor Ensemberlino Vocale und dem ungarisch-amerikanischen Organisten Bálint Karosi (...) auch gelungen. In der vollbesetzten Bad Freienwalder Nikolaikirche entführte das Ensemble unter der musikalischen Leitung von Ralf Sochaczewsky und Matthias Stoffels sein Publikum auf eine romantische Zeitreise vom 16. Jahrhundert bis in die Moderne. (...) Die Sänger und Sängerinnen des Ensemberlino Vocale [schafften es], alle Augen, Ohren und Herzen zu verzaubern und in ein schwingendes Traumland zu begleiten.
Eine Zäsur, doch nicht minder wertvoll, war das vom ungarischen Starorganisten Bálint Karosi gespielte Orgel-Solo von Felix Mendelssohn Bartholdy (...). Während des Musiknachmittages der Brandenburgischen Sommerkonzerte in der St. Nikolai Kirche wechselten sich der Chor mit seinen A-Cappella-Stücken (...) mit den Soli des Organisten Karosi ab, der (...) mit der Orgelsonate Nr. 2 und dem Präludium von Bach brillierte. Eine Zusammenführung des Chores und des Organisten fand als Höhepunkt im letzten Stück von Samuel Sebastian Wesley 'Ascribe unto the Lord', ein prachtvolles romantisches Werk, das eine gefühlvolle Religiosität offenbarte.
Das Publikum war begeistert von den englischen Werken, die hierzulande selten zu hören sind."
Märkische Oderzeitung, Oliver Fliesgen, 17.08.09

Nikolaikirche Oranienburg, 9.8., Tango im Blütenmeer, Cuarteto Rotterdam
"Ob die Mauern der Oranienburger Nicolaikirche je einen solchen Ansturm von musikalischer Kraft und Zärtlichkeit, Leidenschaft und Melancholie umfassten? Hoch loderten die Flammen eines Klang-Feuerwerks, das sich aus Virtuosität, raffinierten Arrangements, aus Expressivität genauso wie aus romantisch-einfühlsamer Interpretation speiste. Die etwa 600 Besucher, die zeitweise den Atem anzuhalten schienen, und die sich am Schluss des Konzertes mit Bravo-Rufen Luft machten, erlebten den Tango in mitreißender, künstlerisch anspruchsvoller und ausdrucksstarker Form. Und sie erlebten ihn im Wechsel von Tanz- und konzertantem Stil. (...)
Cuarteto Rotterdam nennt sich das weltweit aufspielende Quartett, das 2004 von Studenten der Rotterdam Academy for World Music gegründet wurde. Von großer Hingabe zeugte die Interpretation von Judy Ruks, der einzigen Niederländerin im Ensemble. Sie lebte ihre Liebe zum Tango am Klavier aus, mit atemberaubenden Läufen und mühsam gebremstem Temperament. 'Wundervoll', 'großartig' und 'grandios' schwärmten die Besucher nach dem Konzertnachmittag."
Märkische Allgemeine Zeitung Oberhavel, 11.08.09, Rotraud Wieland

Klosterkirche Zinna, 8.8., Vier Farben Klang, Quartetto di Cremona
"Der Applaus war unnachgiebig und fordernd. Als die vier jungen Streicher des italienischen Quartetto di Cremona auf die Bühne zurückkamen, um noch eine Fuge von Bach zu spielen, wurde er noch tosender und lauter, bis er mit dem Heben der Bögen abrupt verstummte.
Fast zwei Stunden lang hatten sie Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Joseph Haydn gespielt. Mit kreischenden Tönen und dumpfem Klopfen beschworen sie die Düsternis in Dimitri Schostakowitschs Streichquartett Nr. 13 und hoben diese mit (...) Leichtigkeit (...) wieder auf.
'So dunkel habe ich Schostakowitsch noch nie gehört. Dieses Konzert war großartig', sagte die Jüterbogerin Carola Lange. Großartig fand auch Richard Kratzert die Darbietung der international gefeierten Männer. Gemeinsam mit seiner Frau war der Rentner aus Berlin gekommen, um das Konzert zu besuchen. 'Musik ist unsere Leidenschaft, ohne sie wäre das Leben gar nicht denkbar und die Auswahl der Stücke hier ist die kleine Reise auf jeden Fall wert', sagte er.
Die Veranstaltung soll mehr sein als ein Forum für Musik. Die Musik soll die Menschen in die Orte holen, aufmerksam machen und eine Verbindung schaffen, so Ingrid Rosenzweig vom Freundeskreis der Brandenburgischen Sommerkonzerte in Kloster Zinna.
Wo hat man schon die Möglichkeit in so einer Atmosphäre vor einem solchen Konzert an einer Kaffeetafel zu sitzen?' fragte sie. Viele Gäste hatten es sich auf der Wiese vor der Kirche bequem gemacht, andere saßen auf den Bänken, tranken Wein oder Kaffee und aßen Suppe aus der Gulaschkanone, die der Freundeskreis bereitgestellt hatte."
Märkische Allgemeine Zeitung Teltow-Fläming, 10.08.09, Marion Schulz

Marienkirche Bernau, 2.8., (Weltklasse)², Jan Vogler, Martin Stadtfeld
"Jan Vogler spielt Bachs Melodien mit der nötigen Disziplin und gleichzeitig mit geradezu religiöser Inbrunst. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch das massive Kreuz, unter dem sich der Flügel Martin Stadtfelds und der Stuhl des Cellisten befinden. Die virtuosen Linien von Bachs Kompositionen werden vom Pianisten und Cellisten mit Leichtigkeit verwoben zu einem vergeistigten musikalischen Dialog. Das Andante in der D-Dur-Sonate ist eine musikalische Andacht, ein Zwiegespräch zwischen den Musikern und einem höheren Wesen.
(...) Die Sonate in D-Dur op. 102 Nr. 2 [von Beethoven] beginnt mit dem Allegro voller Dramatik und Ergriffenheit, was Jan Vogler mit großem Nachdruck umsetzt. Im Adagio lässt Martin Stadtfeld düstere Akkorde aus dem Klavier tropfen, eine absteigende Melodie des Cellos bekräftigt die endzeitliche Stimmung dieses Satzes. Im wahnwitzigen Allegro fugato schließt sich die musikalische Rolle rückwärts von Beethoven zu Bach, dem Meister der Fuge.
Äußerst lyrisch und fast jazzmäßig klingt das Allegro non troppe von Dmitri Schostakowitschs Sonbate in d-Moll op. 40. Einsame Pianissimio-Akkorde, wie von einem Bill Evans und dazu sparsame weite Melodiebögen im Cello. Das Werk hat im weiteren Verlauf sowohl minimalistisch perkussive als auch volksmusikalische Elemente, die von Stadtfeld und Vogler mit viel Engagement genommen werden. Erst nach zwei weiteren Zugaben entlässt das enthusiastische Publikum das Duo in den lauen Sommerabend von Bernau."
Märkische Oderzeitung, Oliver Hafke Ahmad, 04.08.09

Schlosspark Stechau, 1.8., Sinfonisches Feuerwerk, Jiří Vodička, Kammerorchester des Tschechischen Nationaltheaters Prag, Petr Vronský
"Jedes der Musikstücke des Abends schien wie eigens für die Kulisse mit Schloss, alten Eichen und romantisch wolkenverhangenem Mond komponiert. Inklusive des nächtlichen Feuerwerks zu Händels gleichnamiger Musik waren die Programmpunkte 'lauer Abend', 'exklusive Location' und 'zauberhaftes Ambiente' allerbestens bedient.
Doch auch musikalisch-künstlerische Ansprüche durfte man stellen und sie wurden erfüllt. Es musizierte das international renommierte Kammerorchester des Nationaltheaters Prag unter Petr Vronský, und als Solisten für das Mendelssohn-Konzert hatten die Böhmen eines ihrer allergrößten Talente mitgebracht, den erst 21-jährigen Geiger Jiří Vodička.
Obwohl die Musik für über 2000 Zuhörer im Freien natürlich nur über elektronische Verstärkung zu realisieren ist, war doch erkennbar, was für ein wunderbarer Musiker da heranwächst. Jiří Vodičkas Geigenton ist absolut perfekt. Kein Kratzer, kein übermäßiger Bogendruck trübt den seidigen und dennoch klaren Klang; der junge Vodička ist sozusagen der geigerische Gegenentwurf zu dem eine Generationen älteren Töne-Wühler Gidon Kremer. Bei Jiří Vodička ist alles maßvoll, rund und doch nicht langweilig. Er spielt Höhepunkte mit einer spannungssteigernden Bedachtsamkeit an, kostet die Schönheiten bis in kleinste Details aus, brilliert nicht nur mit den glänzenden Hauptthemen, sondern auch mit den gern im Musikfluss überhörten Nebensachen – dem Beginn der Durchführung, dem träumerischen Übergang zur Kadenz im ersten Satz, dem singend gesponnenen Ton der Violine im langsamen Satz, den perlenden kleinen Noten im Schlusssatz beispielsweise. Die gesamte Interpretation des Violinkonzerts ließ deutlich werden, dass Mendelssohn kein wahrer Romantiker, sondern ein fantasievoller Klassizist ist, eher ein Nachfahre Mozarts als Beethovens. Natürlich wurde dem jungen Geiger eine Zugabe entlockt: Paganinis 24. Caprice.
In der gleichen unaufgeregten Art wie das Violinkonzert hatte Petr Vronský mit seinem Orchester die Interpretation der Mendelssohn-Sinfonie A-Dur angelegt. Auch sie klang keineswegs ambitioniert-verkunstet, sondern eher wie eine Serenade auf einem nächtlichen Platz in Neapel. Oder doch lieber wie eine Serenade irgendwo in Prag? Es ist einfach unnachahmlich, wie Musiker aus dieser Weltgegend mit einer allerwinzigsten Verzögerung die Höhepunkte melodischer Phrasen anspielen, wie ihnen noch jeder Viervierteltakt ins Tänzerische gerät. Oboe und Klarinette bekamen schon nach dem ersten Stück genau dafür berechtigten Sonderbeifall.
Am Schluss Händel, breit und mächtig und mit Feuerwerk. Alles wie es sein soll in Stechau."
Lausitzer Rundschau, Irene Constantin, 04.08.09

Evangelische Peter-und-Paul-Kirche Senftenberg, 26.7., Samt und Saite, Rastrelli Cello Quartett
"Ein traumsicheres Zusammenspiel war zu erleben, eine gemeinsam geatmete Leichtigkeit des Musizierend uns eine vor allem auf den exzellenten ersten Cellisten Kiryll Krawtsow zugeschnittene Virtuosität. Dass alle (...) gespielten Stücke jedem einzelnen Musiker sozusagen persönlich in die Finger und auf die Saiten komponiert schienen, liegt am Arrangeur ihres gesamten Repertoires, Sergej Drabkin, dem Senior und vierten Cellisten(...)
Aus der Abteilung 'Samt' stammten die ersten Werke des buntgemischten Programms, das Befürchtetes ('Hummelflug', 'Yesterday') nicht enthielt, dafür aber überraschend Erfrischendes brachte. Das Konzert begann mit einer barocken Toccata, bei der man erfahren konnte, wie unfassbar leise und dabei doch singend ein Cello gespielt werden kann. Ein bisschen Romantik folgte mit einem schön ausgesungenen langsamen Quartettsatz von Peter Tschaikowski – schließlich mussten die Celli wenigstens einmal zeigen, warum sie in der Oper stets das Liebesduett begleiten – und dem hinreißend duftig und zauberisch vorgetragenen Scherzo aus Felix Mendelssohn Bartholdys 'Sommernachtstraum'-Musik. [...]
Die nächste cellistische Unerhörtheit kam aus Georgien, Sulchan Zinzadses 'Georgische Volkssuite'. Bei den ungeraden und schier regellosen Taktarten und Rhythmen aus dieser Weltgegend wehte Exotik in die Senftenberger Gotik. Die vier Celli gaben sich als kaukasische Dudelsäcke, Schalmeien oder Balalaikas. Borduntöne dröhnten in Sekundreibungen, als klänge eine mittelalterliche Radleier. Ein Tanz raste, gegen den Rock'n'Roll etwas für Senioren ist. Dazwischen, unerhört sentimental, ironisch zuckersüß dahingefiedelt, das Liedchen 'Suliko', bekanntlich das Lieblingslied des georgischen Generalissimus. [...]
Danach kam noch eine Suite, Stücke aus 'Porgy and Bess' von George Gershwin. Eine Hitparade von der allerbekanntesten Sorte – dachte man so. Es war indessen ein durchkomponiertes Werk zu hören, das die bekannten Melodien zwar enthielt, das aber durch nahezu sinfonische Überleitungen, hochvirtuose Kadenzen und ein Wechselspiel von Solo und Tutti fast zu einem Cellokonzert wurde. Bravourös."
Bei 'Night TRain' und 'Take Five' taten die Celli, was sie konnten, um wie eine Jazzband zu klingen, und die Cellisten handhabten die hochseriösen Instrumente, als würde man auf ihnen nie etwas anderes spielen als Jazz. Ein Abend der Überraschungen, der Klangschwelgerei und der stupenden Virtuosität."
Lausitzer Rundschau, Irene Constantin, 28.07.09

Laurentiuskirche Rheinsberg , 25.7., Kammermusik am Hofe Friedrichs des Großen, Epoca Barocca
"Es war hinreißend, wie im gemeinsamen Musizieren Alessandro Piqué seiner Oboe, Katrin Lazar ihrem Fagott sowie Hartwig Groh seiner Viola da Gamba und Harald Hoeren dem Cembalo Klänge Jahrhunderte alter Kompositionen entlockten. (...)
Ein besonderes Erlebnis vermittelte der Cembalist Harald Hoeren mit einem Thema aus Bachs Musikalischem Opfer, dessen Ursprung auf den Preußenkönig zurückgeht."
Ruppiner Anzeiger, Ruth Eberhardt, 28.07.09

Haus der Offiziere Wünsdorf, 19.7., Russischer Tag, Vladimir Stoupel, Judith Ingolfsson, Friedemann Ludwig
"Und so ist der alte Kultursaal für einen Nachmittag nicht nur offen, sondern auch bis fast zum letzten Platz gefüllt: die Brandenburgischen Sommerkonzerte haben ein russisch-isländische-deutsches Ensemble (...) für ein Programm verpflichtet, wie es hier im Rahmen der kulturellen Truppenbetreuung auch schon zu Zeiten der 'verbotenen Stadt' erklungen sein mag: Tschaikowskis großes a-Moll-Klaviertrio als Repräsentanzstück des russischen Weltkulturerbes und das e-Moll-Trio Schostakowitschs (...) als verstörend-beunruhigender Bote näherer Gegenwart.
Letzteres könnte man heute, im Wissen um Schostakowitschs innere Zerrissenheit und seine heikle, lange existenziell gefährdete Stellung im und zum Regime Stalins, vielleicht sogar noch deutlicher artikulieren und heraushören – wenn denn die drei Interpreten auf einen Nenner gekommen wären; doch die Balance zwischen herber Sachlichkeit und pathetisch klagender Gefühligkeit bleibt unausgegoren. Auch beim älteren Stück wirken manche Binnenpausen, Tempo- und Dynamikzurücknahmen arg überdehnt und theatralisch; zu viel dick gepinselte russische Seele, zu wenig Knochengerüst.
Dennoch kommt der Romantiker insgesamt geschlossener und homogener – eine traurig flutende, wehmütige Elegie und damit (...) famos auf die verstaubt-abgewrackte Heruntergekommenheit des Ortes gestimmt, die man an diesem Tag auch auch in einigen sonst nicht zugänglichen Bereichen erleben konnte: sei es im letzten noch erhaltenen der ehemals zwölf auf dem Areal verteilten Hallenschwimmbäder, dessen trocken gelegtes Becken wie ein Symbol fürs Ganze wirkt, sei es in den langen, verödeten Fluren des ehemaligen Hauses der Offiziere, wo noch letzte Freskenreste von der einstigen Mission der Befreiungs- und Besatzungsarmee künden."
Dresdner Neueste Nachrichten, Gerald Felber, 24.07.09

Haus der Offiziere Wünsdorf, 19.7., Russischer Tag, Vladimir Stoupel, Judith Ingolfsson, Friedemann Ludwig
"Besucher kamen viele. Sie bestaunten das weitläufige Terrain, den morbiden Charme bröckelnder Fassaden. 'Man muss kein Fachmann sein, um zu bemerken, hier bräuchte es dringend einen potenten Investor', sagte jemand. 'Jedes Jahr Leerstand ist ein Jahr zu viel.'
Im einst prächtigen Festsaal wirkt die Bestuhlung abgeschabt, der Teppichboden ist vom Gebrauch vieler Füße gezeichnet. Ausgezeichnet ist nach wie vor die Akustik. (...)
Arno Reckers von der Geschäftsführung der Brandenburgischen Sommerkonzerte freute sich, so hochkarätige Künstler (...) begrüßen zu können. Im Saal nebenan, mit deutlich schlechterer Akustik, sprach Gregor Gysi über den Fall der Mauer aus seiner Sicht. Dicht gedrängt lauschten die Zuhörer. Die selbstironische und intelligente Rhetorik des Politikers zog sie in den Bann."
Märkische Allgemeine Zeitung Zossen, Gudrun Ott, 21.07.09

Uckermärkische Bühnen Schwedt, 12.7., Festliche Bläsermusik, SemperBrass Dresden
"Statt erwarteter schmetternd-strahlender Schärfe hörte sich der Hit [Te Deum von Charpentier] höchst kultiviert an.
Weich getönt, rund und strahlkräftig, voluminös, dennoch überraschend transparent sowie sorgsam auf Feinheiten bedacht vollzog sich der nachfolgende Streifzug (...)
Bläserische Wonnen bestimmten nach der Pause Griegs grotesken 'Zug der Zwerge' und Debussys liebliches Porträt eines 'Mädchens mit flachsfarbenem Haar'. In der 'Wagneriana' durfte man sich am Erkennen von Leitmotiven aus der Wagner'schen Opernküche versuchen. Erkennbare Zutaten: Siegfrieds Rheinfahrt, Rienzis Gebet."
Märkische Oderzeitung, Peter Buske, 14.07.09
Marienkirche Herzberg, 11.7., Jauchzet dem Herrn alle Welt, Staats- und Domchor Berlin, Dennis Chmelensky, Kai-Uwe Jirka, Joachim Pliquett, Arvid Gast
"Der Trompeter Joachim Pliquett und der Organist Arvid Gast sind ein eingespieltes Team. (...) Trompete und Orgel fügten sich klanglich gut gemischt ineinander, ganz gleich ob Arvid Gast die lieblicheren Register zog oder mit vollem Klang das Kirchenschiff füllte. [...]
Der für einen dreistimmigen Frauenchor komponierte Satz 'Hebe deine Augen auf' aus dem Oratorium 'Elias' traf sogleich mitten ins Herz. Nicht umsonst 'Engelterzett' genannt, gewann diese Musik durch die Knabenstimmen des Chors eine unmittelbar anrührende klangliche Aura. Ebenso wirksam die 'Deutsche Liturgie', ein dreisätziges A-cappella-Stück. Auch hier wirktgen die Wechsel vom Tuttiklang zu solistischen Passagen besonders eindringlich.
Kai-Uwe Jirka hat seinen Chor nicht auf einen so instrumental präzisen und daher manchmal fast körperlosen Klang ausgerichtet, wie man ihn von den meisten der norddeutschen Spitzen-Knabenchören gewöhnt ist. Der Klang der Berliner mischt sich hörbar aus den einzelnen Stimmen der Männer und Knaben. Dadurch gewinnt er eine individualisierte Körperlichkeit und Farbigkeit, die besonders das Live-Erlebnis dieses Chors sehr reizvoll macht. Die vielen Wechselgesänge hoher und tiefer Stimmen (...) boten dem Chor beste Gelegenheit, gerade diese Facette zu präsentieren.
Prototyp der Sing- und Musizierhaltung dieses Chores ist der Knaben-Sopransolist Dennis Chmelensky. Seine gutausgebildete, reiche Stimme hat einen ganz unerfassbaren Klang, weder gleicht sie einer jungen Frauen, noch einer Männer- noch einer typischen Knabenstimme. Dieser künstlerisch-musikalisch schon sehr gereifte junge Musiker besitzt ein Instrument, dessen Vergänglichkeit dem Hörer in jedem Augenblick und bei jedem Ton fast schmerzlich bewusst wird. (...) Im Herzberger Konzert bestach er ganz besonders mit der ausgedehnten Solopartie aus der Hymne 'Hör mein Bitten', deren dramatische Anforderungen er mühelos bewältigte. Dennis Chmelensky und den speziell durch ihn mitgeprägten Chorklang so zu hören, wird einem nicht mehr lange vergönnt sein, schließlich ist der junge Sänger schon 14 Jahre alt."
Lausitzer Rundschau, Irene Constantin, 13.07.09

Dom des Oderbruchs Neuküstrinchen, 5.7., Grundton D – Benefizkonzert des Deutschlandfunks für die Denkmalpflege, Reinhold Friedrich, Mendelssohn KO Leipzig
"Um Punkt 17 Uhr sind nahezu alle Plätze der romanischen Kirche besetzt. Unter der Leitung von Gunnar Harms verzaubern das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig und der Startrompeter Reinhold Friedrich ihr Publikum. Reinhold Friedrich spielt drei Trompeten-Soli mit virtuoser Genialität. Freundlich lächelnd nimmt er immer wieder Blickkontakt mit dem Publikum auf. Auf seiner Klappentrompete brilliert er insbesondere beim Trompetenkonzert in D-Dur von Georg Philipp Telemann. Das Zusammenspiel des jungen Ensembles des zu recht hochgelobten Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig und Reinhold Friedrich ist eine musikalische Verbindung von höchster Qualität. Die Zuhörer bedanken sich zu den Klängen von Händel, Bach, Mendelssohn Bartholdy und Harrer mit langem und frenetischem Applaus, der auch nach zwei Zugaben des zweistündigen Konzerts nicht enden will."
Märkische Oderzeitung, Oliver Fliesgen, 08.07.09

Dom des Oderbruchs Neuküstrinchen, 5.7., Grundton D – Benefizkonzert des Deutschlandfunks für die Denkmalpflege, Reinhold Friedrich, Mendelssohn KO Leipzig
"Populär ist auch der aus dem Badischen stammende Trompeter Reinhold Friedrich. Der beeindruckte in Telemanns Trompetenkonzert mit einem geschmeidigen, bis in höchste Lagen butterweichen Ton und mit unangestrengter Virtuosität. ...
Begleitet wurden die Solisten vom Leipziger Mendelssohn Kammerorchester (...). Profilieren konnte es sich vor allem mit der schwierigen Streichersinfonie Nr. 13 vom Namensgeber Mendelssohn."
Märkische Allgemeine Zeitung, Antje Rößler, 11.07.09

Domstiftsgut Mötzow, 4.7., Count Basie Night, Pascal von Wroblesky, Bigband der Deutschen Oper Berlin
"Mitten im Big Apple, wie die New Yorker ihre Stadt nennen, konnte es kaum heißer sein als auf dem Domstiftsgut Mötzow am Sonnabend. Und aus New York kam auch die Musik, die 650 Zuhörer begeisterte: Swing und Jazz aus den 1930er/1940er Jahren, unter der Leitung von Rolf von Nordenskjöld dargeboten von der Bigband der Deutschen Oper Berlin. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte 2009 haben es möglich gemacht. Bei gefühlten 40 Grad ging die Post ab im einstigen Lämmerstall zu Füßen des märchenhaft anmutenden Mötzower Gutshauses.
Mit 'Basie - Straight Ahead' von Sammy Nestico brachte die Bigband das Publikum sofort in Stimmung. Mit Spielfreude, fetzigen Soli und beeindruckendem Sound intonierten die Musiker viele Jazz-Standards (...) Und wenn ein Schlagzeuger mit einem Percussionisten in Wettstreit tritt, dann sprüht der Jazz Funken. 'Caught Speeding' hieß das Stück von Sammy Nestico, bei dem Percussionist Andreas Birnbaum und Schlagzeuger Rüdiger Ruppert (...) die Luft brennen ließen. Herrlich!"
Märkische Allgemeine Zeitung Brandenburg (Havel), Ann Brünink, 06.07.09

Nikolaikirche Putlitz, 27.6., Zauberhafte Melancholie, Ensemble Polyphonia, Erich Loest
"'Ein Roman über die Zeit ist nützlich', folgerte der gerade mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnete Schriftsteller. Er ist überzeugt, dass der große Geschichtsüberblick noch nicht vorhanden ist, 'denn wir stehen selbst in der Zeitgeschichte'.
Anschließend erlebten die Besucher ein Konzert von zauberhafter Melancholie, wie es der Titel bereits versprach."
Märkische Allgemeine Zeitung Prignitz, Christamaria Ruch, 29.06.09

Stadttheater Luckenwalde, 21.6., Filmharmonisches Konzert, Merlion-Quartett, Neon Jazz Quartett
"Zum Abschluss wurde den Besuchern noch ein 'filmharmonisches Konzert' geboten. Ernstz Lubitschs Stummfilm 'Die Bergkatze', eine turbulente Militärparodie, entstand drei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Die musikalische Begleitung der frühen bewegten Bilder übernahmen zwei darauf spezialisierte Quartette. Das 'Merlion-Quartett' und das 'Neon Jazz Quartett' verliehen dem Stummfilm durch Klassik und Moderne, Jazzstandards, Eigenkompositionen und Improvisationen eine ganz eigene musikalische Sprache."
Märkische Allgemeine Zeitung Luckenwalde, Eileen Wenzel, 23.06.09
Staatstheater Cottbus, 20.6., Eröffnungskonzert, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Deborah Voigt, Ingo Metzmacher
"Doch zuvor gilt es ministerialen und vereinsvorsitzlichen Grußworten zu lauschen, die in der Erkenntnis kulminieren, dass Theodor Fontanes Wanderdorado in den kommenden Wochen 'ein überaus lohnenswertes Ziel der Klassiker auf Landpartie' sei, sozusagen eine Hoch-Zeit für die Sinne. Seelenverwöhnung ist also angesagt, wozu in Cottbus auch Führungen durch die historische Altstadt, der Besuch des Apothekenmuseums mit Hausschnapsverkostung oder der Plausch an der mittlerweile ja legendären Kaffeetafel gehören.
Nachdem der Musiker quietschendes Stühlerücken endlich beendet ist, kann sich die schillernde Klangpracht von Debussys sinfonischen Skizzen 'La mer' in ihren filigranen Strukturen entfalten. Dabei weben die Streicher einen durchsichtigen, farbenüppigen Seidenteppich. Ob von der Morgendämmerung auf dem Meer, dem Spiel der Wellen und ihrem Gespräch mit stürmischen bis zephyrsäuselnden Winden – stets wird in geradezu aufreizender Spiellust elegant und sinnlich musiziert. Als verklärter und sich beinahe unendlich verströmender Gesang breitet sich Mahlers Adagio-Satz (10. Sinfonie) aus, der in einem schmerzlichen Aufschrei der geschundenen Komponistenseele (...) mündet. Sehr beeindruckend.
An instrumentaler Zartheit und analytischer Sinnlichkeit kaum zu überbieten sind Vorspiel und Liebestod aus Wagners 'Tristan und Isolde', wobei sich die amerikanische Sopranheroine Deborah Voigt anfangs mit belkantistischem Schmelz, dann zunehmend dramatisch in glanzvolle Höhen jubiliert. Mühelos übertönt sie Fortissimoausbrüche des Orchesters, wobei sich ihre Stimme in gleichsam metallischer Panzerung vorzeigt."
Lausitzer Rundschau, Peter Buske, 23.06.09
Staatstheater Cottbus, 20.6., Eröffnungskonzert, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Deborah Voigt, Ingo Metzmacher
"Mit einer für Stammgäste überraschenden Neuerung gingen die Brandenburgischen Sommerkonzerte am Samstagabend in ihre 19. Saison. Erstmals feierten sie das Eröffnungskonzert nicht in eriner Kirche, sondern im einzigen Staatstheater des Landes – in Cottbus. Der künstlerische Leiter des Festivals, Joachim Pliquett, sah in dieser Ortswahl auch Chancen, die Vernetzung in der kulturellen Szene des Landes noch weiter voranzutreiben. [...]
Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin wirkte in dem hübschen kleinen Jugendstil-Theater mit Puppenhaus-Charme gleich doppelt klangmächtig. Sopranistin Deborah Voigt machte sich einen Augenblick lang Sorgen, dass der Raum gesprengt werden könnte, aber am Ende gab es Begeisterung, auch wenn in Eichendorffs Lied 'Im Abendrot' ausgerechnet bei der Frage 'Ist das etwa der Tod?' ein Handy plötzlich Schlagermusik machte.
Der Vorstandsvorsitzende der Konzerte, Thomas Schmidt-Ott, versprach für die kommenden Wochen 'ein Wonnebad im Osten und eine Hochzeit für die Sinne'. Wer Entschleunigung suche, sei in den malerischen Dorfkirchen genau richtig."
Der Tagesspiegel, Elisabeth Binder, 22.06.09
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