Ana-Marija Markovina

Ana-Marija Markovina ist eine authentische und unkonventionelle Künstlerin, deren Karriere schon früh unter der Anleitung bedeutender Lehrer begann. Sie ging zunächst bei Vitaly Margulis und Anatol Ugorski durch die „Russische Schule“, erhielt bei Rolf-Dieter Arens an der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar wichtige Impulse und studierte bei Paul Badura-Skoda in Wien die Tradition der Alten und Neuen Wiener Schule und der Deutschen Romantik, bevor sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ mit dem Konzertexamen abschloss.
Ein Hauptakzent ihrer Arbeit besteht in der Auslotung der Persönlichkeit der Komponisten und in der Erforschung der Psychologie ihrer Werke. Im Rahmen dieser Arbeit steht sie in engem Kontakt zur internationalen Kreativitäts- und Hirnforschung, insbesondere mit dem Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen. Zurzeit schreibt Ana-Marija Markovina an ihrem ersten Buch, in dem es um das Klavierspielen als Persönlichkeitsentfaltung und um die große (neuro)psychologische und pädagogische Bedeutung des Erlernens eines Instruments besonders im Erwachsenenalter geht.

 
 

Zusammen mit dem Bremer Musik- und Kulturpsychologen Prof. Dr. Helmut Reuter stellt sie in Vortragszyklen die kulturpsychologische Bedeutung der Klavierwerke im Geist ihrer Zeit vor.
Die Entdeckung der Persönlichkeit als Interpretationsleitlinie war der Anlass, sich dem Klavierwerk Hugo Wolfs zu widmen. 2007 erschien die viel beachtete Ersteinspielung aller vollendeten Klavierwerke von Hugo Wolf und im September 2008 ihre CD mit den Preußischen Sonaten von Carl Philipp Emanuel Bach. Im Frühjahr 2010 folgten die Gesamteinspielungen der Klavierwerke von Anton Urspruch und Luise Adolpha Le Beau.
Wichtige Stationen ihrer internationalen Konzerttätigkeit waren ihr Japandebüt mit dem New Japan Philharmonic Orchestra beim Internationalen Piano Festival in Yokohama, woraufhin sie in die Musikzentren ganz Japans eingeladen wurde. Sie war unter anderem Solistin beim Oulu Symphony Orchestra in Finnland, beim Stettin Philharmonic Orchestra Polen, beim Rumänischen Radio-Kammerorchester Bukarest und bei den Sofia Soloists. Sie war Gast bei verschiedenen Festivals in Portugal, Österreich, Spanien und beim 15. Internationalen Piano Stars Festival in Lettland, das sie 2007 mit Tschaikowskis drittem Klavierkonzert eröffnete. Ihre Auftritte führten sie bereits in fast alle Länder Europas, nach Japan und auch in die USA. Sie spielte mit den bedeutenden Orchestern und in den wichtigsten Konzertsälen Deutschlands, so in der Philharmonie und im Konzerthaus Berlin, in der Musikhalle Hamburg, in der Bonner Beethovenhalle, im Prinzregententheater München, in der Liederhalle Stuttgart, der Meistersingerhalle Nürnberg, der Oetkerhalle in Bielefeld, der Glocke in Bremen und vielen anderen. Sie wurde eingeladen zum Schleswig-Holstein Musikfestival und zum Klavier-Festival Ruhr. Im März 2008 gab sie ein umjubeltes Debütkonzert im Musikverein in Wien. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit ist die enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten. So war sie zum Beispiel 2006 Solistin bei der Uraufführung des ihr gewidmeten Werks „Primula Argentea“ für Klavier, Chor und Orchester von Marco Taralli im Auditorium in Rom. Im November 2009 spielte sie die Uraufführung des für sie geschriebenen Klavierkonzerts „Apollon ja Dionysos“ von Mario Pagotto mit dem Mikkeli Orchestra in Finnland.
„Ana-Marija Markovinas Lesart der Württembergischen Sonaten macht süchtig“ war in der Rezension der Klassik.com-Redaktion über ihre 2006 bei Genuin erschienene CD mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach zu lesen. Zahlreiche Rundfunk-Aufnahmen und Konzert-Mitschnitte dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift. „Markovina’s sensitive phrasing seems just about perfect” urteilte die Zeitschrift „Fanfare“ über ihre Interpretation von Mozarts Klavierkonzerten in c-Moll und d-Moll, die sie zusammen mit dem Dirigenten Federico Longo im Super Audio Verfahren (SACD) für Marc Aurel einspielte. Für Sony Classical nahm sie 2004 Schumanns Klavierquintett op. 44 und 2006 eine weitere CD mit Werken von Robert Schumann für Genuin auf.

Sa, 3. Juli, Marienkirche Prenzlau

   

 

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