The King’s Singers


Seit der Gründung der King’s Singers sind über 40 Jahre vergangen. Mit ihrem auch in zweiter und dritter Generation ungebrochenen Erfolg sind sie heute eine Institution. War die Gründung des Ensembles durch befreundete Chor- Stipendiaten des King’s College in Cambridge eher zufällig, so wusste die Gruppe die über die Jahre nicht zu vermeidenden Besetzungswechsel stets produktiv zu nutzen.
Schubladendenken ist ihnen fremd: Die King’s Singers singen alles, was man zu sechst singen kann. Ob E- oder U- Musik, ob geistlich oder weltlich, ob alt oder neu, sie machen alles und können alles, und mit dieser Vielseitigkeit sind sie einzigartig. Allerdings hat zeitgenössische Musik einen ganz besonderen Stellenwert für die Sänger: Zahlreiche Uraufführungen wurden ihnen anvertraut, und sie selbst vergeben regelmäßig Kompositionsaufträge. Komponisten wie Luciano Berio, Gyorgy Ligeti, Peter Maxwell Davies, John McCabe, Krystof Penderecki, Ned Rorem, John Taverner und Eric Whitacre haben für sie geschrieben, und inzwischen ist das zeitgenössische Repertoire auf über 150 Werke angewachsen.
Schon immer hatte die Gruppe Spaß an der Zusammenarbeit mit Kollegen wie Emanuel Ax, Evelyn Glennie, Kiri te Kanawa und George Shearing oder wie Sarband, dem Mormon Tabernacle Choir, dem Cincinnati Pops Orchestra oder Christina Pluhars L’Arpeggiata.

 
 

In nächster Zeit sind gemeinsame Projekte mit dem Gambenconsort Concordia und der WDR- Bigband geplant. Vieles davon wurde aufgezeichnet und auf CD veröffentlicht. Die „königliche“ Diskographie zählt weit über 100 Titel.
Nach 40 Jahren gibt es für die sechs kaum noch einen weißen Fleck auf der Weltkarte. Sie gastieren in den großen Musikzentren der Welt wie der Philharmonie in Berlin oder der Suntory Hall in Tokio, aber sie singen auch in einer Schule in Pennsylvania oder einem Theater auf den Azoren, und – wen wundert’s – ganz besonderen Spaß machen ihnen ausgefallene Konzertorte wie das Shea Baseball Stadium in New York oder das Terminal 2 des Hamburger Flughafens. Durch diese Vielseitigkeit ermöglichen sie einer breiten Zuhörerschaft, sie live zu erleben. Zweifellos hat das zur Popularität der Gruppe beigetragen, denn sie hat den Kontakt zu ihrem Publikum nie abbrechen lassen.
Zu ihrer Einstellung gehört auch, ihre Erfahrung und ihr Können an junge Musiker weiterzugeben: In Deutschland findet alle zwei Jahre im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ein mehrtägiger Workshop statt, aber auch im Laufe von Tourneen gibt es immer wieder Workshops in Schulen und Hochschulen. Dieses Engagement für junge Sänger hat eine nachhaltige Wirkung gezeitigt, denn wenn man heute von einer bunten und lebendigen A-cappella- Szene in Deutschland sprechen kann, so ist dies nicht zuletzt ein Verdienst der sechs Engländer, die vor beinahe 35 Jahren zum ersten Mal nach Deutschland kamen, sangen und – allen Einwänden und Unkenrufen zum Trotz – auf ganzer Linie siegten.

So, 25. Juli, Klosterkirche Doberlug

   

 

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