Als Gastdirigent arbeitet er mit dem Österreichischen Kammerorchester Arpeggione und dem Brandenburgischen Staatsorchester. Im Rahmen der Artemus-Konzerte dirigiert er die Südwestdeutsche Philharmonie jedes Jahr u.a. für die beliebten Neujahrskonzerte. Er gründete das Ensemble Classique, mit dem er 2004 in Japan auf Tournee war, wobei eines der Konzerte speziell für die Aichi Weltausstellung in Tokio stattfand.
Seine Tätigkeit führte ihn in den letzten Jahren auch nach Frankreich, wo er u.a. das Eröffnungskonzert des Musiques Cordiale Festivals wie auch Purcells Oper „Dido und Äneas“ dirigierte. Namhafte Künstler wie Boris Pergamenschikow, Ingolf Turban, Dimitri Ashkenazy, Ricardo Castro, das Tecchler-Trio und das Dante Quartett schätzen die Zusammenarbeit mit Kevin Griffiths.
Sein großes Interesse für die Neue Musik führte zum Erfolg seines London Steve Reich Ensembles, dessen Dirigent und Gründer er ist. Sie konzertierten erfolgreich in London, beim Cheltenham Festival und in Den Haag. Das Ensemble arbeitet mit Tänzern vom Royal Ballet London zusammen und spielte im September 2006 im Rahmen der Internationalen Orpheum Musikfesttage in der Tonhalle Zürich. Ihre erste CD mit Werken von Steve Reich wurde für die deutsche Plattenfirma CPO eingespielt und erhielt mehrere ausgezeichnete Kritiken u.a. im Grammophone, BBC Music und Classical Music Magazin. Sie wurde zusammen mit einem Life-Interview auf BBC 3 Radio übertragen und mit dem Diapason d’Or gekrönt.
Kevin Griffiths hat mit Komponisten wie Rudolphe Schacher und Elena Firsova gearbeitet. Er hat eine Weltpremiere vom Schweizer Luigi Laveglia und die englische Premiere von „Groundswell“ des amerikanischen Komponisten Steven Mackey dirigiert. Fünf weitere Weltpremieren dirigierte er im Rahmen vom Dartington Music Festival in Großbritannien mit großem Erfolg.
Ein wichtiger Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeiten ist sein Einsatz, klassische Musik für Kinder zugänglich zu machen. Er dirigiert und moderiert selber Konzerte für Kinder mit Orchestern wie u.a. dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Istanbul Sinfonie Orchester.
Kevin Griffiths vervollständigte zunächst seine Ausbildung als Geiger mit Adelina Oprean, Igor Ozim und Guliano Carmignola. Er wurde schon früh von seinem Vater Howard Griffiths im Dirigieren unterwiesen und assistierte ihm mehrfach. Er absolvierte mehrere Meisterkurse wie die Accademia Chigiana in Siena und die Wiener Meisterkurse bei bedeutenden Dirigenten wie Sir Colin Davis, Jorma Panula, Lothar Zagrosek, George Hurst und Yan Pascal Tortelier. Er war Finalist des 1. Orpheum Dirigentenmeisterkurses in Zürich.
Einen großen Einfluss auf seine Entwicklung als Dirigent hatte David Zinman, von dem er für 2004 und 2005 ein fellowship an der Akademie in Aspen (USA) bekam, sowie auch Colin Metters, bei dem er an der Royal Academy of Music in London Orchesterleitung studierte und erfolgreich mit einem Postgraduate Diplom abgeschlossen hat.
Sa, 10. Juli, Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse)