Arvid Gast

studierte Orgel und Kirchenmusik in Hannover bei Ulrich Bremsteller. 1990 übernahm er das Amt des Organisten und Kantors an der Hauptkirche St. Nikolai zu Flensburg. 1993 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und zum Leipziger Universitätsorganisten berufen. Seit 2004 ist Arvid Gast Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Leiter der Kirchenmusikabteilung an der Musikhochschule Lübeck. Im Januar 2005 wurde er zum Titularorganisten an St. Jakobi zu Lübeck ernannt.
Bereits während seines Studiums gewann er mehrere internationale Orgelwettbewerbe. Gast konzertiert im In- und Ausland; zahlreiche Aufnahmen und CD-Einspielungen vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Breite und Vielfalt seines Repertoires, in dessen Zentrum die Werke Johann Sebastian Bachs, Max Regers und der Deutschen Romantik stehen.

 
 

Seit 1979 konzertiert Arvid Gast mit Joachim Pliquett, Solotrompeter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Ihr gemeinsames Repertoire beginnt mit dem Barock und endet offen mit zeitgenössischen Werken, die den beiden Musikern gewidmet und gleichsam auf den Leib geschrieben wurden.
Besondere Sorgfalt verwenden Pliquett und Gast auf die Gestaltung ihrer Programme und auf Fragen stilgenauer Interpretation. Ihre Programme stimmen sie einerseits auf die Akustik der Räume und die Möglichkeiten der jeweiligen Orgeln ab; verleihen ihnen andererseits einen in sich stimmigen Aufbau, der wie in mehrsätzigen musikalischen Kompositionen Abwechslung und Kontrast mit einem nachvollziehbaren inneren Zusammenhang verbindet. Den Maßstab eines kritischen Stilbewusstseins wenden sie insbesondere auch auf Werke an, die ursprünglich nicht für Trompete und Orgel komponiert wurden, und die sie zum Teil in eigenen Bearbeitungen spielen und herausgeben.
Mehr als 300 Konzerte haben sie im In- und Ausland gegeben. Außerdem arbeitet das Duo regelmäßig mit dem Windsbacher Knabenchor und seinem Dirigenten Karl-Friedrich Beringer zusammen.
Die Breite ihres Repertoires spiegelt sich in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen, darunter vielen Ersteinspielungen, wider. Gegenwärtig nehmen sie für Audiomax (MDG) eine umfassende Tondokumentation von Kompositionen für Trompete und Orgel aus vier Jahrhunderten auf.
Das Duo verfügt über eine eigene transportable, nach historischen Vorbildern gefertigte Truhenorgel, die Konzerte auch in kammermusikalischem Rahmen ermöglicht.

So, 20. Juni, Stifts- und Klosterkirche Neuzelle

   

 

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